Tragkraftspritzenfahrzeug

Das eigentliche Tragkraftspritzenfahrzeug (kurz: TSF) ist in der DIN EN 14 530 - 16 genormt. Es verfügt weder über einen eigenen Löschwassertank, noch über einen eigenen Schaummittelvorrat. Somit muss von der Mannschaft an der Einsatzstelle immer zuerst eine Löschwasserversorgung hergestellt werden. Als Feuerlöschkreiselpumpe dient eine Tragkraftspritze mit 800 Litern Fördermenge pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck, bei neueren Fahrzeugen beträgt die Förderleistung 1000 Liter pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck. Das Fahrzeug ist mit einer Staffel (d.h. 6 Mann) besetzt, führt jedoch eine Ausrüstung zur Brandbekämpfung für eine Gruppe mit. Diese umfasst unter anderem auch Atemschutzgeräte und eine vierteilige Steckleiter. Es wird mit einem Straßenantrieb ausgeliefert und hat seit dem Jahr 2008 eine zulässige Gesamtmasse von 4 Tonnen (vorher 3,5 Tonnen). Üblicherweise wird das TSF jedoch nach wie vor auf Fahrgestellen mit einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen aufgebaut, damit es auch von Fahrern mit Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden darf. Aufgrund der großen Leermasse moderner Fahrgestelle, bleibt in diesem Fall jedoch keine Gewichtsreserve für eine Zusatzbeladung.

TSF Dickel

Das neue TSF-W

Bei dem neuen TSF-W handelt es sich um ein Fahrzeug gem. DIN 14530-17 mit einer Staffelbesatzung 1:5. Das Fahrzeug basiert auf einem luftgefederten Fahrgestell der Fa. MAN, TGL 8.180 4 x 2 BL. Der Radstand beträgt 3300 mm, das zulässige Gesamtgewicht 7,49 Tonnen. Der Motor leistet 132 kW (180 PS). Das Fahrzeug verfügt über eine Anhängerkupplung. Der mitgeführte Löschwassertank hat ein Fassungsvermögen von 750 Litern. Die Tragkraftspritze kann über eine hydraulisch absenkbare TS-Lagerung entnommen werden. Am Heck ist ein manuell ausfahrbarer Lichtmast montiert. In dem Aufbau befinden sich Zusatz-Lagerungen außerhalb der DIN für Motorsäge, Schaummittel und einen Stromerzeuger 8kVA. In der Kabine ist eine Digitalfunkvorrüstung eingebaut.

TSF W Dickel
Neues TSF-W