Gründung einer Kinderfeuerwehr mit 22 Kindern

Am vergangenen Donnerstag luden die Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Kinderfeuerwehr ein. Bereits im Vorfeld wurde durch Flyer und Meldungen im Diepholzer Kreisblatt Werbung für diese Veranstaltung gemacht. Umso mehr erfreut zeigte sich Gemeindebrandmeister Reiner Schmidt über den regen Zulauf an Eltern und Kindern, über 20 interessierte Kinder mit Ihren Eltern füllten den Aufenthaltsraum im Feuerwehrgerätehaus. Schmidt begrüßte die Gäste, Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, die Ortsbrandmeister aller Mitgliedsgemeinden, die beauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes für Kinderfeuerwehren Iris Specht und den Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe recht herzlich. Einen ganz besonderen Dank richtete Schmidt jedoch an die fünf Damen die sich dazu bereit erklärt haben, die geplante Kinderfeuerwehr zu leiten, bzw. die Kinder zu beschäftigen, dies sind Claudia Mangels, Karina Kordes, Ramona Füssel, Antje Mackenstedt und Melanie Spreen. Mittels einer Präsentation brachten diese fünf Damen den Zuhörern das Thema Kinderfeuerwehr näher.

Bei dieser Einrichtung handele es sich nicht um eine Jugendfeuerwehr so Mangels, denn dort haben Mitglieder erst ab 10 Jahren die Möglichkeit des Beitritts. Die Kinderfeuerwehr wurde vor einigen Jahren erstmals ins Leben gerufen weil seitens vieler kleinere Kinder das Interesse bestand, sich mit dem Thema Feuerwehr vertraut zu machen. Dass dieses Interesse ungebrochen ist, zeigt die Entwicklung in Niedersachsen. Gab es im Jahre 2004, 69 Kinderfeuerwehren, so waren es Ende 2010 bereits 377 solcher Einrichtungen mit 5957 Mitgliedern. Im Landkreis Diepholz gibt es zur Zeit acht dieser Einrichtungen, Rehden wird nun also die neunte Kinderfeuerwehr stellen. Allen „Nichtfeuerwehrmitgliedern“ sei hier einmal erklärt, das es bei der Kinderfeuerwehr natürlich nicht hauptsächlich um das Thema Feuerwehr geht, das Anliegen des Betreuerstammes liegt es viel mehr am Herzen, die Themen Spiel und Sport sowie Teamfähigkeit bei den Kindern zu fördern. Selbstverständlich werden auch Feuerwehrtechnische Dinge angesprochen und die verschiedensten Einrichtungen besichtigt, der Schwerpunkt dieser Gruppe soll es aber sein, den Kindern spielerisch in der Gemeinschaft das Miteinander näher zu bringen. Und das die Macher dieses Projektes mit Ihrem Vorhaben auf dem richtigen Weg sind, zeigte eindrucksvoll die am Schluss der Veranstaltung stattfindende Gründung der Kinderfeuerwehr.

22 Jungen und Mädchen traten sofort der Kinderfeuerwehr bei, einige wollten es sich in den nächsten Tagen überlegen und wiederrum andere Kinder sagten Ihren Beitritt zu, konnten nur am heutigen Tag nicht Anwesend sein. Von der ersten Stunde an dabei sind: Giulio Lindenberg, Pascal Cardar, Bennet Wiest, Erik Kubitz, Jannis Kahling-Becker, Luca Schmidt, Luca Kenneweg, Luca Fabio Schlömer, Marius Kemmsies, Annina Michelle Stoppelberg, Ricky Dürkopp, Fynn Marek Schmiegel, Jonas Lampe, Janic Gramenz, Celine Rempe, Luano und Moreno Przybilski, Jean Pierre Tinnemeyer, Mattis Bollhorst, Sönke Schmöckel, Eva Janßen und Ann-Katrin Zillig. Mit so einer positiven Bilanz konnte wohl keiner der Verantwortliche rechnen, aber nichts desto trotz, so Claudia Mangels, werden wir auch alle Kinder die künftig der Kinderfeuerwehr beitreten möchten mit offenen Armen aufnehmen. Wer also keine Zeit hatte, bei der Gründungsveranstaltung dabei zu sein, meldet sich bitte Telefonisch bei Claudia Mangels 05446/9029651 oder Antje Mackenstedt 05446/902444 an, oder kommt einfach zu einem der nächsten Dienste. Diese finden statt am 6. Oktober, am 3. November und am 1. Dezember.

Natürlich ist diese Mitgliedschaft völlig kostenlos. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob Feuerwehr das richtige ist, kommt einfach unverbindlich auf einem der genannten Dienste vorbei und schnuppert einfach mal rein. Überwältigt von der positiven Resonanz zeigte sich auch Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, er dankte dem Betreuerteam für dessen Bereitschaft, sich um diese neu ins Leben gerufene Kinderfeuerwehr zu kümmern. Da es in der heutigen Zeit immer schwere wird, Menschen für das Ehrenamt und speziell für die Arbeit in der Freiwillge Feuerwehr zu gewinnen, ist es wichtiger denn je, früh genug mit der Werbung neuer Mitglieder zu beginnen und diese über Jahre hinweg an das Thema Feuerwehr heran zu führen.

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